Künstlermeile am Bahndamm von Tutuguri e.V.

Der Kunst und Kulturverein Tutuguri aus Attenkirchen erschafft am 11. und 12. September 2021 eine Meile der Kunst auf dem Verbindungsradweg zwischen Attenkirchen und Thalham. Als „Künstlermeile am Bahndamm“ wird aus einem Radweg eine Galerie der bildenden Kunst, die kombiniert mit Musik, Tanz, Geschichten und allerlei Skurrilitäten ein vielfältiges und buntes Spektakel bietet. Auch für Kinder wird es ein Angebot geben. Ein kleiner Imbiss am Wegesrand mit Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken wird für das leibliche Wohl sorgen. Der Eintritt ist frei.

Das Fördergeld trägt einen Teil der Veranstaltungskosten, unter anderem sollen mit dem Geld der Druck der Plakate und des Künstlerkatalogs und die Gagen der Darstellenden Künstler*innen bezahlt werden.

Tutuguri ist seit Jahren über die Landkreisgrenzen bekannt. So betreibt der Verein die Kulturbühne im “BachfeldHaus” in Attenkirchen, in dem Konzerte, Vorträge, Vernissagen und Varieté stattfinden. Auf dem Uferlos Festival ist der Verein mit der Kleinkunstbühne im Nachhaltigkeitszelt präsent. Tutuguri, der Namensgeber des Vereins, ist der tanzende Priester aus einem epischen Gedicht von Antonin Artaud. Für den Verein symbolisiert der Name “Aufbruch, Bewegung, Kommunikation und kreative Denkprozesse” – alles Dinge, die wir während einer Pandemie und immer eigentlich gut gebrauchen können.

Eine Brücke ziert das offizielle Plakat und das Programmheft der “Künstlermeile am Bahndamm”. Tutuguri hat sich das Thema „Brücke“ ausgesucht, weil eine Brücke den Mittelpunkt der Kunstmeile anzeigt und symbolisch für das Überwinden von Grenzen steht, wie sie beispielsweise der coronabedingte Stillstand von Kunst und Kultur gezogen haben. Hierzu werden einige ausgesuchte Plätze auf dem Weg thematisch gestaltet und erlebbar gemacht. Bei den Ausstellenden reicht der Bogen von Malerei über Bildhauerei und Serigraphie zu Keramik und Fotografie. Schwerpunkt der Meile sollen die bildenden Künstler*innen und ihre Werke sein, über 50 nehmen teil, drei von ihnen stellen wir weiter unten genauer vor.

Für Tutuguri sind die Bildenden Künstler und ihre Werke das „Herzstück” der Veranstaltung. Sie zahlen keine Ausstellungsgebühr und haben die Möglichkeit ihre Kunstwerke zu verkaufen. Weitere Künstler*innen sorgen für kreative Angebote zum Mitmachen und Ausprobieren. Punktuell wird es immer wieder kleine Einlagen aus dem Bereichen Tanz, Musik und Performance geben.

Die gebürtige Texanerin Sallie Mc Ilheran studierte von 1986 bis 1990 Kunst am Sweet Brian College in Virginia (USA) und von 1990 bis 1994 an der Universität für Angewandte Kunst in Wien als Meisterschülerin von Wolfgang Hutter. Ihre Werke wurden in zahlreichen Galerien und Ausstellungen gezeigt und befinden sich in internationalen Sammlungen, sie hatte verschiedene Gastprofessuren inne und vermittelt ihr Wissen in Kursen und Seminaren.

Zu ihren zeitgenössischen Bildwerken – großformatige Ölgemälde ebenso wie Zeichnungen und Aquarelle – inspirieren sie „Spuren der Erinnerungen, zeitlos, an Landschaften, an das Licht, an Farben, an kleine Dinge, die es zu entdecken gilt. Zeichen, an Bäumen eingeritzt, von Menschenhand oder der Natur gestaltet. Durch einen Schleier des vagen Erinnerns werden diese Zeichen zu festen Bildern und wir entdecken immer Neues bei genauerer Betrachtung.“ (www.sallie-mcilheran.de)

Peter Fischer wurde 1962 in Waibstadt geboren. Nach einer Keramikerlehre besuchte er die staatliche Fachschule für Keramik in Landshut und bestand 1988 die Meisterprüfung. Nach Zwischenstationen in Witten und Innsbruck lebt er seit 1990 als selbständiger Keramiker in Attenkirchen. In seiner Werkstatt fertigt er Gebrauchsgeschirr oder auch Unikate – auf dem Drehteller, in selbstgemachten Gipsformen oder aus lederharten Tonplatten. Seine besondere Farbgebung und schwarz-weiß Muster entstehen bei 1260° heißen Glasurbränden durch Abdecken mit Klebestreifen oder durch Pinselauftrag und eine Sprühtechnik mit Holz- und Kartonschablonen. In seinem Atelier entstehen nicht nur Keramiken, sondern auch Bilder und Collagen aus unterschiedlichen Materialien, ”farbenfrohe, kleine Geschichten, Momente, bei denen die dargestellten Figuren, mit dem Betrachter oder untereinander kommunizieren”. (www.peter-fischer-keramik-kunst.de)

Der Zeichner, Maler und Musiker Norbert Härtl, der seit 2008 in Attenkirchen lebt und 2. Vorsitzender von Tutuguri e.V. ist, stellt ebenfalls bei der Künstlermeile aus. Er studierte von 1973 bis 1977 „Visuelle Kommunikation“ an der FH Trier, gründete im Anschluss die Europäischen Kunstakademie in Trier, an der er von 1977 bis 2002 lehrte, und arbeitete als freischaffender Grafikdesigner und Illustrator. Seine Werke – oft mit religiöser Symbolik, Transzendenz und Ikonen – wurden international ausgestellt. 2013 gründete er zusammen mit sieben anderen Kulturbegeisterten den gemeinnützigen Verein Tutuguri, bei dem es schwerpunktmäßig um die Förderung von anderen Kulturschaffenden geht. So betreibt der Verein die Kulturbühne im “BachfeldHaus” in Attenkirchen mit Konzerten, Vorträgen, Vernissagen und Varieté und organisiert seit einigen Jahren die Kleinkunstbühne auf dem Uferlos Festival in Freising. Mit der Künstlermeile wird der Verein wieder einmal seinem Auftrag gerecht: Sie schlägt Brücken zu anderen Kulturschaffenden und und stellt die Verbindung zwischen Künstler*innen und Besucher*innen her.

Mehr Info über Tutuguri e.V.:

https://www.tutuguri.de

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Foto: Vipo Maat, Plakatgestaltung: Enno Messerschmitt